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Checkliste: Ist eine Katze das richtige Tier für mich?

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Katzen sind faszinierende Haustiere, die eine ausgesprochen enge Bindung zu ihrem Halter aufbauen. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Katzen für jeden Menschen das richtige Tier sind.

Was Sie vor der Anschaffung bedenken sollten und wie Sie herausfinden, ob eine Katze tatsächlich das richtige Tier für Sie ist, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wohnungskatzen können mitunter bis zu 20 Jahre alt werden, was vor der Anschaffung unbedingt bedacht werden sollte.
  • Im Vergleich zu Hunden lassen sich Katzen deutlich weniger erziehen, was so mancher angehende Tierhalter als lästig empfinden könnte.
  • Gemeinsame Aktivitäten sind mit einer Katze im Vergleich zu Hunden nur in einem deutlich eingeschränkteren Umfang möglich.
  • Obwohl Katzen recht selbstständig sind, benötigen sie dennoch Zuwendung und bei reiner Wohnungshaltung im Idealfall einen Artgenossen.
  • Vor der Anschaffung einer Katze sollte genau überlegt werden, ob die mit der Haltung verbundenen Kosten getragen werden können.

Passt eine Katze zu Ihrer Lebensplanung?

Bevor Sie sich für den Kauf einer Katze entscheiden, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie Ihr Vierbeiner viele Jahre begleiten wird. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen liegt bei rund 15 Jahren. Zum Teil können die Tiere bei reiner Wohnungshaltung sogar ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Das bedeutet, dass Sie eine sehr langfristige Verantwortung eingehen. Eine Katze ist daher nur das richtige Haustier für Sie, wenn Sie sich tatsächlich vorstellen können, sich bis zu 20 Jahre lang um das Wohlergehen des Vierbeiners zu kümmern.

Katzen haben ihren eigenen Kopf

Hunde lassen sich mit etwas Geduld und Konsequenz im Normalfall sehr gut erziehen und gehorchen ihrem Halter aufs Wort. Bei Katzen verhält sich das ein wenig anders. Zwar können Sie durchaus auch Ihrem Stubentiger gewisse Verhaltensweisen an-, beziehungsweise abgewöhnen.

Nichtsdestotrotz haben Katzen zeitlebens ihren eigenen Kopf, den sie mitunter auch recht hartnäckig durchsetzen. Wenn Sie sich ein gehorsames Haustier wünschen, ist eine Katze daher eher weniger für Sie geeignet.

Gemeinsame Spaziergänge bleiben die Ausnahme

Es gibt zwar durchaus einige Katzenrassen, die sich gelegentlich an der Leine Gassi führen lassen. Gemeinsame Spaziergänge mit Katzen sind jedoch die absolute Ausnahme.

Stattdessen wird sich Ihr Vierbeiner entweder in der Wohnung aufhalten oder als Freigänger alleine auf Entdeckungstour gehen. Wenn Sie sich gemeinsame Unternehmungen und Aktivitäten mit Ihrem Haustier wünschen, ist ein Hund vermutlich besser für Sie geeignet.

Auch Katzen brauchen Zuwendung

Katzen gelten im Allgemeinen als unkomplizierte und wenig zeitaufwendige Mitbewohner. Im Vergleich zu Hunden mag das durchaus stimmen. Immerhin müssen Sie mit Ihrer Katze nicht mehrmals täglich Gassi gehen oder viel Zeit in Erziehung und Training investieren.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihren Stubentiger einfach den ganzen Tag sich selbst überlassen können und lediglich von Zeit zu Zeit den Fressnapf auffüllen und das Katzenklo säubern müssen. Auch Katzen brauchen Aufmerksamkeit, um sich wohlzufühlen. Der mit ihrer Haltung verbundene Zeitaufwand sollte daher keinesfalls unterschätzt werden. Vor allem bei reiner Wohnungshaltung kann zudem die Anschaffung einer Zweitkatze sinnvoll sein. Wenn Sie sich für eine junge Katze entscheiden, sollten Sie sich grundsätzlich gleich für zwei Tiere entscheiden.

Können Sie sich eine Katze leisten?

Viele Menschen unterschätzen die Kosten, die jeden Monat mit der Haltung eines Haustieres verbunden sind. Das gilt auch für Katzen, die neben einmaligen Anschaffungen wie einem Kratzbaum oder einer Katzentoilette natürlich auch jeden Monat etwas zu Fressen brauchen.

Spätestens wenn der Vierbeiner aufgrund eines gesundheitlichen Problems wie einer Futtermittelallergie oder einer bei älteren Katzen sehr häufig auftretenden chronischen Niereninsuffizienz ein teures Spezialfutter braucht, können die Kosten für das Katzenfutter 100 Euro im Monat sehr leicht überschreiten. Überlegen Sie sich daher vorab gut, ob Sie sich eine Katze als Haustier tatsächlich leisten können und wollen. Schließlich soll es Ihrem Vierbeiner ja an nichts fehlen.

Berücksichtigen Sie in diesem Zusammenhang unbedingt auch mögliche Tierarztkosten, die für Vorsorgemaßnahmen oder auch Krankheiten anfallen können und schließen Sie bei Bedarf eine Katzenkrankenversicherung ab, um sich vor möglichen hohen Kosten zu schützen.

Dieser Artikel wurde durch Manuela Vogt geprüft und überarbeitet!

MANUELA VOGT

Tierpflegerin & Tierverhaltensberaterin

Manuela Vogt ist gelernte Tierpflegerin und hat viele Jahre in Tierheimen gearbeitet.

Sie lebt mit ihrer Familie, Hunden, Katze und Kaninchen in Norddeutschland.