Der Welpe spielt mit anderen Hunden, ab wann ist das erlaubt?

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Natürlich gibt es nichts Schöneres, als seinen eigenen Hund mit anderen Hunden spielen zu sehen. Gemeinsam auf der Wiese toben, während nahe Freundschaften entstehen. Ein Welpe spielt dann mit anderen Hunden, wenn ihm danach ist: also eigentlich fast immer. Aber ab wann ist es sinnvoll, Ihren Welpen mit anderen Hunden bekannt zu machen? Wir erklären Ihnen alles, was Sie darüber wissen müssen.

Mein Welpe spielt schon mit anderen Hunden? Die frühe Sozialisierung

Das gemeinsame Spielen und Kennenlernen durch beispielsweise das gegenseitige Beschnüffeln, ist ein Teil der Sozialisierung Ihres Welpen. Die erste Phase wird frühe Sozialisierung genannt. Diese findet zwischen den ersten 4 bis 12 Lebenswochen statt, wenn der Welpe noch beim Züchter ist. Fast alle Welpen werden in einem Wurf, also mit Geschwistern, geboren und sind daher nie allein. Bei vielen Züchtern ist es auch so, dass mehrere Würfe gleichzeitig geboren werden und es daher viele andere Hunde zu entdecken gibt.

Wie Ihr Welpe mit anderen Hunden zurechtkommt, hängt sehr stark von der Sozialisierung im frühen Alter ab. Die Erfahrungen, die Ihr kleiner Freund hier machen wird, können Ihnen eine Vorstellung davon geben, wie Ihr Hund später mit anderen Hunden umgehen wird. Deshalb ist es wichtig, dass Sie kontrollieren, wie Ihr Welpe mit anderen Hunden spielt. Wenn ein Welpe nie korrigiert wird, wenn er einen anderen Hund anknurrt, wird er denken, dass das ein normales Verhalten und immer erlaubt ist. Während der Nestphase ist diese Zurechtweisung die Aufgabe der Mutterhündin, aber wenn der Welpe bei Ihnen zu Hause ist, müssen Sie das übernehmen.

Raus in die Welt!

Nach der frühen Sozialisierungsphase wird eine Zeit kommen, in der auch Ihr Welpe seine Flügel ausbreiten wird. Kleine Hunde werden auch erwachsen, nicht wahr? Endlich kann Ihr Welpe mit anderen Hunden spielen! Aber was sollten Sie tun, wenn Sie und Ihr Welpe auf einen anderen Hund treffen? Ganz einfach, nehmen Sie ihn an die Leine (falls Sie das nicht schon getan haben) und erregen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Welpen. Auf diese Weise bringen Sie ihm bei, dass er auf Sie achten soll, wenn ein anderer Hund in der Nähe ist. Wenn Sie das oft genug wiederholen, wird Ihr Welpe von selbst seine Aufmerksamkeit auf Sie richten, praktisch oder? So behalten Sie die Kontrolle und geben Ihrem Hund Struktur.

Direkte Gegenüberstellung

Wenn Sie einen Hund treffen, der an der Leine geführt wird, nehmen Sie Ihren Welpen ebenfalls an die Leine. Nicht umsonst wird der andere Hund an der Leine gehalten. Ihr Welpe wird mit seinem Artgenossen spielen wollen, aber das geht nicht immer. Einige angeleinte Hunde können Ihrem Welpen gegenüber aggressives Verhalten zeigen und dann werden Sie froh sein, dass Sie Ihren Strolch angeleint haben!

Die Zeit der sekundären Sozialisierung

Als erfahrener Hundebesitzer, ist es einfach, andere Hunde einzuschätzen. Wenn Sie einem anderen, angeleinten Hund begegnen, müssen Sie in der Lage sein zu beurteilen, wie dieser auf Ihren Welpen reagieren wird. Wenn der Hund bedrohlich aussieht, lassen Sie Ihren Welpen auf der anderen Seite laufen und weichen Sie zusammen dem anderen Hund aus. Sie wollen ja nicht, dass Ihr Welpe schlechte Erfahrungen in der ‚Wildnis‘ macht. Die sekundäre Sozialisierungsphase liegt im Alter von 12 Wochen bis einem halben Jahr. Während dieser Phase können Sie feststellen, dass Ihr Welpe allgemein weniger offen und neugierig ist als zuvor und sich allmählich der Pubertät nähert. Er erholt sich weniger schnell von unangenehmen Erlebnissen, so dass er später schneller Angst vor anderen Hunden entwickeln kann. Ein verängstigter Hund will oft fliehen oder kämpfen, das sind beides keine schönen Szenarien. Die Sozialisierung ist also sehr wichtig!

Konflikte untereinander

Hunde, die zusammen Spaß haben, sind natürlich unglaublich süß, wenn sie miteinander rennen, toben und schwimmen. In einigen Fällen haben nicht alle teilnehmenden Hunde den gleichen Spaß. Sie können überwältigt, dominiert oder sogar angeknurrt werden. Als Eigentümer muss man das rechtzeitig erkennen und in der Lage sein, einzugreifen, bevor etwas schief zu gehen droht. Jeder Hund ist anders in Sachen Körperbau und Charakter. Wenn Ihr Hund in einer Situation der „Böse” ist, ist es wichtig, dass Sie sofort eingreifen. Der Besitzer des betroffenen Hundes wird das sicher zu schätzen wissen. Seien Sie also von klein auf klar und konsequent mit Ihren Befehlen und lassen Sie Ihrem Hund ein solches Verhalten nicht durchgehen. Damit werden Sie später viele Probleme vermeiden.