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Grannen bei Hund und Katze

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Viele Getreidesorten sind mit sogenannten Grannen ausgestattet. Diese können sowohl bei Hunden als auch bei Katzen ernste Probleme verursachen. Als Tierhalter sollten Sie sich der mit Grannen verbundenen Risiken daher unbedingt bewusst sein.

Was Grannen genau sind und warum sie für Hunde und Katzen eine Gefahr darstellen, erklären wir Ihnen im Folgenden. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie im Ernstfall am besten reagieren und wie Sie Ihren Vierbeiner vor Grannen schützen können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Grannen sind kleine Pflanzenteile, mit denen unter anderem viele Getreidesorten ausgestattet sind.
  • Aufgrund ihrer Widerhaken können sich Grannen bei Hunden und Katzen sehr leicht in die Haut bohren und so zu Entzündungen führen.
  • Gelegentlich gelangen Grannen auch in das Körperinnere, wo sie mitunter ernste Schäden verursachen können.
  • Festsitzende Grannen sollten am besten von einem Tierarzt entfernt werden.
  • Eine regelmäßige Fellkontrolle und das Vermeiden von Streifzügen durch Felder helfen dabei, das Risiko für Grannen zu reduzieren.

Grannen bei Hund und Katze: was ist das eigentlich?

Bei Grannen handelt es sich um kleine Teile der Pflanze, die zum Beispiel an den Ähren vieler Getreidearten sitzen, wo sie die Körner umschließen. Grannen sind mit kleinen Widerhaken ausgestattet.

Dadurch können sie sich nicht nur an Ihrer Kleidung, sondern auch im Fell Ihres Hundes oder Ihrer Katze festsetzen. Da Grannen bei der Getreideernte oft von den Pflanzen abfallen, ist das Risiko, dass Ihr Vierbeiner mit ihnen in Kontakt kommt, in der Erntezeit besonders hoch.

Was macht Grannen für Hunde und Katzen so gefährlich?

Aufgrund ihrer Widerhaken können Grannen bei Hunden und Katzen praktisch überall am Körper hängen bleiben. Besonders häufig setzen sie sich an den Pfoten, der Nase und den Ohren oder auch an den Leisten und Achseln fest.

Unter Umständen können Grannen allerdings auch in das Körperinnere gelangen. So ist es zum Beispiel möglich, dass sie von Ihrem Vierbeiner eingeatmet werden oder sich im Gehörgang festsetzen.

Grannen können bei Hunden und Katzen zu Entzündungen und eitrigen Abszessen führen. Die unscheinbaren Pflanzenteilchen sind daher keineswegs harmlos, sondern sollten unbedingt zeitnah entfernt werden. Andernfalls können sie im Gewebe des Tieres weiter hoch wandern.

Wie erkennt man Grannen bei Hunden und Katzen?

Je nachdem wo sich die Grannen beim Hund oder bei der Katze genau festgesetzt haben, treten unterschiedliche Symptome auf. Häufiges Niesen nach dem Gassigehen, beziehungsweise nach dem Freigang kann zum Beispiel auf Grannen in der Nase des Vierbeiners hinweisen.

Auffallendes Kratzen am Kopf ist hingegen ein möglichen Anzeichen dafür, dass Grannen in die Augen oder Ohren Ihres Hundes oder Ihrer Katze gelangt sind und dort nun zu Problemen führen.

Spätestens wenn Ihr Vierbeiner zudem seinen Kopf ständig schüttelt, besteht eine ernste Gefahr. Denn in diesem Fall kann es sein, dass die Grannen sein Trommelfell passiert haben und nun in seinem Körperinneren Entzündungen und andere erhebliche Schäden verursachen können.

An den Pfoten können sich Grannen wiederum durch Humpeln und auffallendes Belecken durch den Hund, beziehungsweise die Katze bemerkbar machen. Gerade bei Tieren mit langem Fell lassen sich Probleme durch Grannen nicht immer ohne weiteres erkennen, weshalb eine regelmäßige Kontrolle empfindlicher Bereiche wie der Pfoten während der Erntezeit sinnvoll ist.

Grannen bei Hunden und Katzen sind oft ein Fall für den Tierarzt

Für Ihren Vierbeiner ist es ein großer Vorteil, wenn Sie vorhandene Grannen frühzeitig bemerken. Denn solange die Pflanzenteilchen nur etwas in der Haut stecken oder sich im Fell festgesetzt haben, können Sie diese meist selbst entfernen.

Sind die Grannen bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze bereits tiefer in die Haut eingedrungen, sollten Sie davon jedoch absehen. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen dringend, einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser kann die Grannen fachgerecht entfernen und weitere Probleme vermeiden.

Wie kann man Grannen bei Hunden und Katzen vorbeugen?

Sehr wahrscheinlich werden Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze Ausflüge in die Natur auch im Spätsommer nicht komplett vorenthalten wollen. Ein vollständiger Schutz vor Grannen ist daher kaum möglich.

Das macht es umso wichtiger, dass Sie mögliche Symptome für Grannen bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze frühzeitig erkennen und das Fell Ihres Vierbeiners am besten täglich auf festsitzende Pflanzenteile kontrollieren.

Darüber hinaus kann es unter Umständen sinnvoll sein, das Fell des Tieres etwas zu kürzen. Gerade an empfindlichen Körperstellen wie den Pfoten oder den Ohren kann das dazu beitragen, dass sich Grannen nicht so leicht im Haarkleid verfangen. Falls Sie sich das Stutzen des Fells nicht zutrauen, können Sie sich bei Bedarf auch professionelle Hilfe dafür holen.

Unabhängig davon sollte Ihre Route beim Gassigehen natürlich nicht mitten durch Getreidefelder verlaufen. Sorgen Sie zudem dafür, dass Ihr Vierbeiner nicht durch hohe Wiesen rennt. Auf diese Weise können Sie das Risiko für Grannen zumindest bei Ihrem Hund zusätzlich etwas senken.

Grannen bei Hund und Katze – unser Fazit

Wie Sie sehen, stellen vermeintlich harmlose Grannen für Hunde und Katzen durchaus ein ernstzunehmendes Risiko dar. Die von ihnen verursachten Entzündungen sind ausgesprochen unangenehm und in den Körper eingedrungene Grannen können darüber hinaus sogar zu ernsten Schäden führen.

Achten Sie daher darauf, Grannen bei Ihrem Vierbeiner nach Möglichkeit zu vermeiden oder diese falls nötig zumindest umgehend zu entfernen.