Hunde zum Trinken animieren

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Wenn ein Hund nicht trinkt, kann das verschiedene Gründe haben. Dazu zählen unter anderem Krankheiten und Stress oder auch der Respekt vor einem dominanten Artgenossen, der ihm den Zugang zum Wassernapf verwehrt.

Unabhängig von der genauen Ursache für den ausbleibenden Durst steht fest, dass eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr schnell Folgen für die Gesundheit haben kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund bei Bedarf zum Trinken animieren. Wie Ihnen das am besten gelingt, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wenn ein Hund nicht genug trinkt, schadet das über kurz oder lang seiner Gesundheit.

  • Ein Trinknapf aus Keramik oder Glas wird von vielen Hunden besser angenommen.

  • Ein Wasserspender ist für Hunde eine interessante Spielerei, die die Flüssigkeitsaufnahme verbessern kann.

  • Manchmal kann ein neuer Platz für den Trinknapf dazu beitragen, einen Hund zum Trinken zu animieren.

  • Leckere Zutaten wie Obst oder etwas Futter geben dem Wasser einen tollen Geschmack.

  • Im Sommer kann der Griff zum Gartenschlauch dabei helfen, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen.

Ein neuer Trinknapf kann helfen

Es kann durchaus sein, dass der Trinknapf die Ursache für die ausbleibende Flüssigkeitszufuhr ist. Wenn Sie bislang einen Napf aus Metall oder Kunststoff verwenden, können Sie versuchen, Ihren Hund mithilfe eines neuen Napfes aus Keramik oder Glas zum Trinken animieren. In einigen Fällen kann das bereits ausreichen, denn Metall- und Plastiknäpfe können den Geschmack des Wassers verändern. Außerdem machen Schüsseln aus Metall Geräusche, die manche Hunde als unangenehm empfinden.

Kaufen Sie einen Wasserspender

Ein Wasserspender oder ein spezieller Trinkbrunnen für Hunde sorgt dafür, dass das Trinken für Ihren Vierbeiner zu einer interessanten Beschäftigung wird. Oftmals ist das bereits genug, um das Interesse von Hunden zu wecken und sie so zum Trinken zu animieren.

Der richtige Platz für den Trinknapf

Manchmal kann es sein, dass der Trinknapf des Hundes einfach am falschen Platz steht und der Vierbeiner deshalb vergisst, regelmäßig etwas zu trinken. In diesem Fall kann es helfen, den Napf in seiner Nähe zu platzieren und ihn zum Beispiel neben seinen Hundekorb im Wohnzimmer zu stellen.

Geben Sie dem Wasser Geschmack

Wenn weder ein neuer Trinknapf noch ein Wasserspender oder ein anderer Platz für den Napf Ihren Hund zum Trinken animieren, können Sie versuchen, dem Wasser mit verschiedenen Zutaten Geschmack zu verleihen und es so für Ihren Vierbeiner interessanter zu machen.

Probieren Sie es zum Beispiel mit einigen Früchten oder auch mit etwas Hundefutter oder Fleischbrühe. Die meisten Hunde lieben es, wenn ihr Wasser nach etwas schmeckt und fangen so ganz automatisch an, mehr zu trinken.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Zutaten jedoch unbedingt darauf, dass diese für Hunde geeignet sind. Trauben sind für Ihren Vierbeiner zum Beispiel hochgradig giftig und haben daher selbstverständlich auch nichts in seinem Trinknapf verloren.

Einige Hunde mögen abgestandenes Wasser oder Regenwasser lieber als frisches Wasser aus der Leitung. Deshalb trinken viele Hunde gerne aus Pfützen. Das Trinken aus Pfützen ist aber nicht ungefährlich, weil sich darin unter anderem krankmachende Bakterien (z. B. ) Leptospieren befinden können.

Im Sommer ist Wasser für Ihren Hund besonders wichtig

Selbstverständlich sollten Sie das ganz Jahr über darauf achten, dass Ihr Hund genug trinkt. Gerade an heißen Tagen im Sommer ist es jedoch besonders wichtig, für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.

Falls nötig darf es dann gerne auch mal der Wasserschlauch im Garten sein, der Ihrem Hund nicht nur eine willkommene Abkühlung verschafft, sondern mit dem Sie ihn auch dazu animieren können, mehr zu trinken.

Petplan Siegel

Geprüft und überarbeitet durch:  MANUELA VOGT

Manuela Vogt ist gelernte Tierpflegerin, Tierverhaltensberaterin und hat viele Jahre in Tierheimen gearbeitet. Sie lebt mit ihrer Familie, Hunden, Katze und Kaninchen in Norddeutschland.