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Ist Birkenzucker schädlich für Katzen?

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Es gibt zahlreiche Nahrungsmittel, die wir selbst bedenkenlos verzehren können, während sie für unsere Katzen und Hunde hochgiftig sind. So wissen Sie mit Sicherheit, dass Ihr Vierbeiner aufgrund des enthaltenen Theobromins auf keinen Fall Schokolade fressen darf und auch Weintrauben nichts in seinem Futternapf verloren haben.

Etwas komplizierter wird die Sache hingegen bei Produkten, die Zuckeraustauschstoffe, wie zum Beispiel Birkenzucker (Xylitol), enthalten. Für Hunde gilt Xylitol als hochgradig giftig. Ob das auch bei Katzen der Fall ist und der Verzehr von Birkenzucker Ihrem Vierbeiner schaden kann, erfahren Sie im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei Xylitol, beziehungsweise Birkenzucker handelt es sich um einen Zuckeraustauschstoff, der nur sehr wenige Kalorien enthält.
  • Während der Verzehr von Birkenzucker für Hunde lebensgefährlich ist, gilt er für Katzen als unbedenklich und förderlich für die Zahnpflege.
  • Um auf der sicheren Seite zu sein, raten wir dennoch davon ab, Katzen Xylitol-haltige Produkte zu geben oder Birkenzucker für die Zahnreinigung zu nutzen.

Was ist Birkenzucker?

Xylitol, beziehungsweise Birkenzucker ist ein häufig genutztes Süßungsmittel, das vor allem aus den Resten von Maiskolben und einigen anderen pflanzlichen Nebenprodukten extrahiert wird. Darüber hinaus wird Xylitol zum Teil auch aus Laubbäumen, wie zum Beispiel Birken gewonnen, weshalb der Zuckeraustauschstoff auch Birkenzucker genannt wird.

Birkenzucker ist im Vergleich zu normalem Zucker sehr kalorienarm und daher vor allem bei figur- und gesundheitsbewussten Menschen ausgesprochen beliebt. Zudem legen Untersuchungen nahe, dass Xylitol bei der Entfernung von Zahnbelägen zu helfen scheint. Dieser Umstand macht das Süßungsmittel zu einer interessanten Zutat für Produkte der Zahnpflege.

Dürfen Katzen Birkenzucker fressen?

Für Menschen ist Xylitol eine kalorienarme Alternative zu herkömmlichem Zucker, die darüber hinaus sogar die Zahnhygiene unterstützen kann. Auch für Katzen scheint der Verzehr nach derzeitigem Kenntnisstand unbedenklich zu sein.

Birkenzucker ist nicht für alle Haustiere ungefährlich

Während Birkenzucker für Katzen nicht schädlich zu sein schein, stellt der Zuckeraustauschstoff für andere Haustiere eine ernste Gefahr dar. Denn bei Hunden, Frettchen und Kaninchen führt der Verzehr von Xylitol zu einem starken Abfall des Blutzuckerspiegels.

Zu den Symptomen, die mit einer solchen Hypoglykämie einhergehen, zählen unter anderem Durchfall und Erbrechen sowie Krampfanfälle, Koordinationsstörungen und Lethargie. Davon abgesehen kann es zu Spätfolgen in Form von Leberschäden kommen und in einigen Fällen kann die Aufnahme einer ausreichend großen Menge Birkenzucker für diese Tiere sogar tödlich enden.

Als Halter sollten Sie daher unbedingt dafür sorgen, dass Ihr Vierbeiner keinesfalls die Gelegenheit bekommt, Nahrungsmittel mit Birkenzucker zu fressen. Während sich das bei Kaninchen im Alltag relativ leicht gewährleisten lässt, kann es für Hundehalter zu diesem Zweck durchaus ratsam sein, auch selbst auf Xylitol als Zuckerersatz zu verzichten. Schon ein heruntergefallenes Plätzchen, das mit Birkenzucker statt Zucker zubereitet wurde, kann gefährlich sein. 

Birkenzucker und Katzen – unser Fazit

Bislang haben Untersuchungen keine Hinweise darauf geliefert, dass Birkenzucker für Katzen schädlich ist.

Unabhängig davon ob das tatsächlich so ist oder einfach aufgrund der Tatsache, dass der Zuckeraustauschstoff schon bei so manchem Hund zu einer Vergiftung geführt hat, behauptet wird, raten wir von der Nutzung von Birkenzucker für Katzen ab.

Für eine artgerechte Katzenernährung ist Xylitol definitiv nicht notwendig und auch für die Zahnpflege bei Katzen gibt es mehr als genug Alternativen, auf die Sie bei Bedarf zurückgreifen können. Aus diesem Grund würden wir das Glück nicht unnötigerweise herausfordern und auch bei Katzen auf die Gabe von Birkenzucker verzichten.

Dieser Artikel wurde durch Manuela Vogt geprüft und überarbeitet!

MANUELA VOGT

Tierpflegerin & Tierverhaltensberaterin

Manuela Vogt ist gelernte Tierpflegerin und hat viele Jahre in Tierheimen gearbeitet.

Sie lebt mit ihrer Familie, Hunden, Katze und Kaninchen in Norddeutschland.