Home » Magazin » Hunde

Hund selbst trimmen, wie mache ich das?

Ist Ihr Vierbeiner bereit für einen neuen Look? Bei Hunden gibt es verschiedene Fellarten, welche unterschiedlich gepflegt werden müssen. Für viele Hunderassen ist das regelmäßige Trimmen besonders wichtig. Einige Hundebesitzer besuchen daher regelmäßig einen Hundefriseur gemeinsam mit Ihrem Vierbeiner. Auf Dauer kann das Trimmen bei einem Hundefriseur jedoch ziemlich teuer werden, weshalb Sie darüber nachdenken sollten, ob Sie Ihren Vierbeiner in Zukunft nicht lieber selbst frisieren. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihren Hund am besten selbst trimmen können.

Was brauche ich?

Bevor Sie Ihren Vierbeiner trimmen, sollten Sie sich die passende Ausstattung zulegen. Wir haben die wichtigsten Dinge, die Sie für das Trimmen Ihres Vierbeiners benötigen, aufgelistet:

  • Kamm, fein oder grob
  • Bürste 
  • Kamm zur Haarentfernung 
  • Föhn
  • Haarschneidemaschine
  • (Effilier)Schere (ohne zu scharfe Spitzen) 

Wann sollten Sie Ihren Hund trimmen?

Das Trimmen Ihres Hundes hängt stark vom Felltyp Ihres Hundes ab. Die Behandlung unterscheidet sich je nach Felltyp. Es gibt vier Arten von Fell. Wir erklären Ihnen, welche Fellbehandlung für Ihren Vierbeiner die richtige ist!

  1. Fell zum Bürsten
    Hunde mit dieser Fellsorte verlieren ständig Haare und müssen daher nicht getrimmt werden. Es ist jedoch trotzdem gut, Ihren Hund wöchentlich durchzubürsten.
    Beispiel: Schmetterlingshund, Bearded Collie 
  2. Fell zum Zupfen
    Etwa dreimal im Jahr muss ein Hund mit Fell zum Zupfen selbst getrimmt werden. Dafür brauchen Sie keinen Hundetrimmkurs, denn zupfen ist ganz einfach. Wir werden die Zupfmethode später in diesem Artikel ausführlicher erklären!
    Beispiel: Rauhaar-Dackel, Schnauzer
  3. Fell zum Ausdünnen
    Vierbeiner mit dieser Fellart brauchen Ihre Hilfe. Bei solchen Felltypen ist es gut, seinen Hund selbst zu trimmen. Oft sollen diese Hunde langhaarig bleiben, aber es fallen zu wenig Haare aus, weshalb Trimmen notwendig ist. Bei Hunden mit Effilier- oder Ausdünnungs-Fell erzielt man durch das Schneiden mit einer Effilier-Schere die besten Ergebnisse.
    Beispiel: Yorkshire Terrier, Malteser
  4. Fell zum Schneiden
    Hunde mit Fell zum Schneiden benötigen die größte Aufmerksamkeit, wenn es um die Fellpflege geht. Diese Felle haaren kaum. Viel bürsten ist ein guter Tipp!
    Beispiel: Pudel, Labradoodle

Wie trimme ich meinen Hund?

Wie bereits erwähnt, hängt das Trimmen Ihres Hundes stark vom Fell Ihres vierbeinigen Freundes ab und bedarf einer bestimmten Technik. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie Sie am besten vorgehen, damit Sie perfekt auf das Trimmen vorbereitet sind.

Das Fell bürsten

Das Bürsten Ihres treuen Freundes kann die Beziehung zwischen Ihnen beiden verstärken. Achten Sie dabei darauf, eine gute Bürste zu verwenden. Die Borsten der Bürste sollten lang genug sein, um bis auf die Haut Ihres Hundes durchzudringen. Auf diese Weise bleiben keine unscheinbaren Kletten zurück. Je dicker das Fell Ihres Hundes ist, desto fester sollte die Bürste sein. Einige Hunde, wie der Golden Retriever und der schottische Collie, haben ein sogenanntes Wollhaar. Diese Art von Fell sollte regelmäßig gebürstet und gekämmt werden. Hinweis: Einige Stellen sind sehr empfindlich für Kletten. Achten Sie besonders auf die folgenden Punkte, wenn Sie Ihren Hund selbst trimmen.

  • Bauch und Brust 
  • Bart oder Schnurrbart
  • Unter den Ohren 
  • Knie und Ellenbogen
  • Achselhöhlen
  • Schwanz und Schwanzbein

Schritt 2: Das Fell schneiden

Das Fell Ihres Strolchs können Sie am besten mit einer scharfen Schere schneiden. Einige Stellen benötigen mehr Aufmerksamkeit als andere. Beachten Sie dabei die folgenden Punkte.

  • Einmal pro Woche
    Schneiden Sie die langen Haarteile um den Beinen und Augen herum ab. Hier bleibt oft Schmutz hängen und das kann für Ihren Hund lästig werden. 
  • Einmal alle zwei Wochen
    Sehen Sie nach, ob an den Ohren Haare nach innen nachwachsen. Wenn die Haare in den Gehörgang wachsen, ist es wichtig, sie abzuschneiden. Auch bei den Haaren um den Anus Ihres Hundes herum ist es wichtig, diese gut im Auge zu behalten.
  • Einmal alle drei Monate
    Ran an das Fell! Hunde mit einem Fell zum Schneiden müssen etwa alle drei Monate getrimmt werden. Dies ist notwendig, um ernsthafte Verfilzungen (zum Bsp. durch Kletten) zu vermeiden. 

Das Fell zupfen

Hunde mit Büschelhaar haben ‘büschelartige’ Haare, die entfernt werden dürfen. Am besten trimmen Sie Ihren Hund von Hand oder mit einem Trimm-Messer. Greifen Sie ein Haarbüschel zwischen Zeigefinger und Daumen und ziehen Sie es vorsichtig ab. Achten Sie darauf, Ihren vierbeinigen Freund nicht zu verletzen, wenn Sie an noch fest sitzenden Haarsträhnen ziehen! Sollte es vorkommen, dass die Büschel zu fest sitzen, machen Sie die Büschel kleiner.

Ihren Hund rasieren

Bei dickem Fell ist es sinnvoll, den Hund mithilfe einer Schermaschine selbst zu trimmen. Rasieren Sie immer mit der Richtung der Haare! Verwenden Sie dabei auch einen Kamm. Legen Sie den Kamm parallel auf die Haut, sodass sich ihr Hund nicht verletzen kann. Hierdurch werden die losen Haare entfernt und neue Haare können sich einfacher bilden.

Vollrasur

Wenn Sie Ihren Strolch komplett rasieren wollen, bedenken Sie, dass auch dies eine bestimmte Technik erfordert. Beginnen Sie am Kopf und rasieren Sie weiter über den Nacken in Richtung der Schultern. Stoppen Sie hier und fahren Sie an den Ohren fort. Schieben Sie Ihren Clipper von den Ohren bis zum Kinn und Hals Ihres Hundes. Beginnen Sie nun an den Beinen. Halten Sie die Hand Ihres Hundes und streichen Sie sanft mit der Schermaschine in Richtung der Haare auf der Pfote. Passen Sie bezüglich möglicher Klettenverfilzungen in den Achselhöhlen auf. 

Rasieren Sie jetzt den Rücken, die Flanken und den Bauch. Gleiten Sie über die Außenseite der Hinterbeine. Seien Sie vorsichtig mit der Innenseite der Hinterbeine, da die meisten Hunde diesen Teil als eher störend empfinden. Es ist möglich, den Anus, Bauch und Schwanz mit einem dünneren Aufsatz kürzer zu rasieren.

Ihr Hund fühlt sich gestresst

Natürlich ist nicht jeder Hund gleich, und auf den ersten Blick scheint das Trimmen um einiges einfacher, als es tatsächlich ist. Hunde können während des Trimmens unter Stress stehen. Seien Sie also vorsichtig und geben Sie genau Acht, wie Ihr Hund reagiert. Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps, wie Sie mit Ihrem treuen Gefährten beim Trimmen umgehen können, sodass es für Sie beide zu einem Vergnügen wird.

  • Schenken Sie Ihrem Hund im Voraus genügend Aufmerksamkeit und lassen Sie sich nicht anmerken, dass die Prozedur unangenehm für ihn sein könnte. Verdeutlichen Sie ihm, dass Sie eine schöne Zeit miteinander verbringen werden!
  • Wenn Sie zu zweit einen Hund trimmen, stellen Sie sicher, dass eine Person das Halsband dabei ruhig festhält.
  • Lassen Sie Ihren Hund zuschauen. Beginnen Sie mit einer weichen Bürste und bauen Sie den Trimmprozess langsam auf. So gewöhnt sich Ihr Hund Stück für Stück daran, und weiß, was ihn erwartet.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hund. Kreieren Sie eine entspannte Atmosphäre. Geben Sie ihm ab und zu eine Umarmung oder einen Keks als Belohnung für sein tolles Verhalten.

Sind Sie startklar, wie ein echter Hundefriseur an die Arbeit zu gehen? Und das ganz ohne Hundetrimm-Kurs? Möchten Sie erfahren, welche Kosten noch auf Sie zukommen, wenn ein Vierbeiner bei Ihnen einzieht? Das können Sie in diesem Artikel nachlesen. Viel Erfolg!