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Wie erzieht man Hundewelpen?

Der Einzug eines kleinen Welpen stellt das Leben der frischgebackenen Hundebesitzer gehörig auf den Kopf. Schließlich ist der kleine Vierbeiner nicht nur auf Hilfe angewiesen. Er ist darüber hinaus auch ausgesprochen neugierig und möchte selbstverständlich beschäftigt werden.

Davon abgesehen ist es in den kommenden Wochen und Monaten notwendig, den Hundewelpen zu erziehen. Wie Sie dabei am besten vorgehen, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Es ist sinnvoll, möglichst früh mit der Erziehung eines Welpen zu beginnen.

  • Oft müssen junge Hunde zuerst einmal ihren Namen beigebracht bekommen.

  • Neben Stubenreinheit und Leinenführigkeit müssen Hunde auch einige Grundkommandos sowie das Alleinsein lernen.

  • Übertriebene Härte und körperliche Gewalt haben in der Welpenerziehung keinen Platz.

  • Regelmäßiges Üben sowie das Belohnen gewünschter Verhaltensweisen sind der Schlüssel zum Erfolg.

Welpen müssen jede Menge lernen

In der Regel hat ein Welpe beim Einzug in sein neues Zuhause kaum ein Alter von drei Monaten erreicht. Dementsprechend gibt es für ihn noch unglaublich viel zu entdecken und zu lernen.

Für ein entspanntes Zusammenleben ist es ratsam, möglichst früh mit dem Erziehen des Welpen zu beginnen. Das kann mitunter sogar bedeuten, dass Sie Ihrem Familienzuwachs zuerst einmal seinen Namen beibringen müssen.

Darüber hinaus sind insbesondere folgende Punkte bei der Welpenerziehung wichtig:

  •   Stubenreinheit
  •   Welpen an die Leine gewöhnen
  •   Erlernen wichtiger Grundkommandos
  •   Alleinsein lernen

Einem Welpen seinen Namen beibringen

Als erstes ist es wichtig, dass Ihr Welpe seinen Namen lernt und verinnerlicht, dass er damit gemeint ist. Achten Sie darauf, dass Sie beim Training möglichst ungestört sind und Ihr Vierbeiner nicht gerade gefressen hat.

Sprechen Sie Ihren Welpen mit seinem Namen an und belohnen Sie ihn, sobald er auf Sie reagiert. Als Belohnung eignen sich neben Hundeleckerlis auch kleine Spiele oder Streicheleinheiten. Wenn Sie diese Übung regelmäßig wiederholen, hat sich Ihr Welpe seinen Namen im Handumdrehen eingeprägt.

Einen Welpen stubenrein bekommen

Grundsätzlich handelt es sich bei Hunden um reinliche Tiere, die darum bemüht sind, ihr Zuhause nicht zu beschmutzen. Dennoch muss Ihr Welpe erst lernen, dass er sich ausschließlich im Freien lösen darf.

Junge Hunde müssen sich ungefähr alle zwei bis drei Stunden erleichtern. Behalten Sie Ihren Welpen daher gut im Auge und bringen Sie ihn sofort nach draußen, sobald er einen unruhigen Eindruck macht. Etablieren Sie am besten einen festen Platz, an dem sich Ihr Welpe lösen darf und vergessen Sie nicht, ihn jedes Mal ausgiebig zu loben.

Einen Welpen an die Leine gewöhnen

Die nächste Herausforderung bei der Welpenerziehung ist das Gewöhnen an die Leine. Vielleicht haben Sie hier Glück und Ihr Vierbeiner ist in dieser Hinsicht ganz entspannt oder wurde bereits von seinem Züchter an die Hundeleine gewöhnt. Ist das nicht der Fall, benötigen Sie ein wenig Geduld.

Beginnen Sie zunächst damit, Ihren Hund an das Tragen seines Halsbandes oder Hundegeschirrs zu gewöhnen und starten Sie dann die ersten Versuche mit der Leine. Achten Sie dabei darauf, ausschließlich das gewünschte Verhalten zu fördern und Ihren Welpen zum Beispiel nicht für das willkürliche Stehenbleiben oder Beißen in die Leine zu belohnen.

Einem Welpen wichtige Grundkommandos beibringen

Selbstverständlich muss ein reiner Familienhund nicht zwangsläufig komplizierte Tricks beherrschen. Dennoch ist es unerlässlich, dass Sie Ihren Vierbeiner stets unter Kontrolle haben. Das Erlernen einiger wichtiger Grundkommandos gehört daher zur Erziehung eines jeden Welpen dazu.

Das beinhaltet insbesondere Befehle wie Komm, Sitz, Platz, Aus und Bleib. Üben Sie diese Kommandos regelmäßig, sodass sie sich bei Ihrem Junghund einprägen. Setzen Sie auch hier gerne kleine Leckerlis als Belohnung ein. Zudem können Sie auch zufällige Situationen für das Training nutzen. Kommt Ihr Welpe beispielsweise ohnehin gerade auf Sie zugelaufen, sagen Sie deutlich “Komm!” und loben ihn dann ausgiebig dafür.

Einen Welpen alleine lassen

Hunde sind Rudeltiere und mögen es daher überhaupt nicht, wenn sie alleine gelassen werden. Da sich das im Alltag kaum vermeiden lässt, kommen Sie nach einer gewissen Eingewöhnungsphase jedoch nicht darum herum, Ihren Welpen an das Alleinsein zu gewöhnen.

Beginnen Sie zunächst damit, nur den Raum zu verlassen. Sobald Ihnen Ihr Welpe nicht jedes Mal folgt, können Sie dann schließlich das erste Mal für einige Minuten aus der Wohnung gehen. Steigern Sie die Zeitspanne Schritt für Schritt. Nach einer Weile wird sich Ihr Hund daran gewöhnt haben und wissen, dass Sie schon bald wieder zu ihm zurückkommen.

Grundsätzliche Tipps für die Erziehung Ihres Welpen

Je früher Sie mit der Erziehung anfangen, desto schneller wird Ihr Welpe die gewünschten Verhaltensweisen verinnerlichen. Seien Sie bei der Welpenerziehung in jedem Fall konsequent. Denn es ist oftmals mit einem erheblichen Aufwand verbunden, einem ausgewachsenen Hund eine bestimmte Gewohnheit wieder abzutrainieren.

Trotz aller Konsequenz sollten Sie bei der Erziehung Ihres Welpen jedoch stets Ruhe bewahren und keinesfalls mit Strafen oder gar Gewalt arbeiten. Setzen Sie stattdessen darauf, positive Verhaltensweisen durch Lob und Belohnungen zu verstärken.

Wenn Sie diesen Punkt beherzigen, regelmäßig üben und eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrem Hund aufbauen, haben Sie schon bald einen treuen Freund und Begleiter, der Ihnen im Alltag keinerlei Probleme bereitet.