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Katzen richtig füttern: Worauf ist zu achten?

Sitzende Katze
Mit einer artgerechten Katzenernährung leisten Sie jeden Tag einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit und Vitalität Ihres Vierbeiners. Wie Sie Ihre Katze richtig füttern und welche Dinge nicht im Futternapf des Tieres landen sollten, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Katze richtig füttern - das Wichtigste auf einen Blick

  • Da Katzen Fleischfresser sind, benötigen die Vierbeiner in erster Linie tierische Kost.
  • Schlecht verträgliche oder giftige Nahrungsmittel wie Schokolade und rohe Kartoffeln gehören nicht in den Futternapf.
  • Ein hochwertiges, als Alleinfutter gekennzeichnetes Fertigfutter liefert Katzen alle nötigen Nährstoffe in der passenden Menge.
  • Eine artgerechte Katzenernährung ist sowohl mit Trockenfutter als auch mit Nassfutter oder mit einer Kombination aus beidem möglich.
  • Das artgerechte Barfen einer Katze erfordert einiges an Wissen und ein sorgfältiges Vorgehen bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten.
  • Je nach Alter sollten Katzen zwischen zwei und fünf Mahlzeiten am Tag erhalten.

Katzen sind Fleischfresser

Zunächst einmal sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei Katzen um Fleischfresser handelt. Für eine artgerechte Katzenernährung ist es daher unerlässlich, dass die Nahrung der Vierbeiner reich an tierischen Bestandteilen ist. Diese liefern der Katze insbesondere lebenswichtige Proteine. Eine vegane Ernährung ist für Katzen generell nicht geeignet. Eine solche Fütterung würde schnell zu einem gefährlichen Nährstoffmangel führen, Verdauungsbeschwerden auslösen und der Gesundheit des Tieres ernsthaft schaden.

Was gehört nicht in den Futternapf?

Unabhängig davon, dass Katzen für eine bedarfsgerechte Versorgung tierische Kost benötigen, gibt es einige Lebensmittel, die für die Vierbeiner grundsätzlich ungeeignet sind. Manche für uns Menschen harmlose Lebensmittel sind für Katzen sogar giftig.
Zu den Nahrungsmitteln, die keinesfalls in den Futternapf gehören, zählen zum Beispiel:
  • Rohes Schwein
  • Schokolade
  • Kakao
  • Steinobst
  • Kohlgemüse
  • Rohe Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Weintrauben
  • Rosinen

Katzen mit Fertigfutter artgerecht ernähren?

Wenn Sie Ihre Katze als Freigänger halten, dürfte der Vierbeiner einen erheblichen Teil seines Futterbedarfs mit kleinen Beutetieren, wie zum Beispiel Vögeln oder Mäusen, decken. Stellt sich das Tier dabei geschickt an, kann es auf diese Weise durchaus gut 15 Mahlzeiten täglich erbeuten. Der größte Teil der Hauskatzen in Deutschland muss sich natürlich nicht selbst um seine Nahrung kümmern. Stattdessen können sich die Vierbeiner in aller Regel auf einen regelmäßig gefüllten Futternapf verlassen. Obwohl Barfen auch bei Katzen zunehmend im Trend liegt, besteht die tägliche Ernährung in den meisten Fällen aus Fertigfutter. Das ist grundsätzlich vollkommen in Ordnung. Sofern es sich um ein Alleinfutter handelt und dieses qualitativ überzeugen kann, ist eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung mit fertiger Katzennahrung problemlos möglich.

Hochwertige Katzennahrung ohne Getreide

Achten Sie unbedingt darauf, dass das Futter für Ihren vierbeinigen Mitbewohner reich an tierischen Bestandteilen wie Fleisch oder Fisch ist. Zudem sollten Sie nach Möglichkeit getreidefreien Sorten den Vorzug geben. Getreide wird von Katzen oftmals nicht allzu gut vertragen. Neben Unverträglichkeiten kann der Verzehr von getreidehaltigem Katzenfutter unter anderem auch die Entwicklung von Futtermittelallergien begünstigen.

Trocken- oder Nassfutter für Katzen?

Wenn Sie sich bei Ihrer Katze für die Ernährung mit Fertigfutter entscheiden, stehen Sie nicht zuletzt auch vor der Wahl zwischen Trocken- und Nassfutter. Im Hinblick auf die Versorgung mit Nährstoffen macht es keinen Unterschied, für welche Variante Sie sich entscheiden. Der Hauptunterschied besteht im Grunde genommen lediglich im verschieden hohen Feuchtigkeitsgehalt. Während dieser bei Trockenfutter etwa sieben bis acht Prozent beträgt, liegt er bei Nassfutter bei ungefähr 70 bis 80 Prozent. Sollte Ihr Vierbeiner Trockenfutter bevorzugen, ist es deshalb wichtig, dass Sie darauf achten, dass dem Tier stets genug frisches Wasser zum Trinken zur Verfügung steht. Falls Ihre Katze sehr wenig trinkt, kann sich gegebenenfalls die Anschaffung eines Trinkbrunnens lohnen. Diesen finden Katzen erfahrungsgemäß oft deutlich interessanter als einen einfachen Trinknapf.

Kann man Katzen barfen?

Vor allem bei Hunden ist die als Barfen bezeichnete Fütterung mit selbst zubereiteten Mahlzeiten seit Jahren ein großer Trend. Mittlerweile entscheiden sich auch immer mehr Katzenbesitzer für diese Ernährungsform. Prinzipiell ist es durchaus möglich, Katzen bedarfsgerecht zu barfen. Allerdings sollten Sie den damit verbundenen Aufwand nicht unterschätzen. Bedenken Sie außerdem, dass Sie sich im Vorfeld eingehend mit dem Thema Katzenernährung beschäftigen müssen. Denn nur wenn Sie Ihre Katze richtig füttern und die Mahlzeiten des Vierbeiners alle notwendigen Nährstoffe in der richtigen Menge enthalten, können Sie sich einer bedarfsgerechten Versorgung sicher sein. Wenn Sie nicht bereit sind, sich in das Thema einzuarbeiten und die zum Barfen notwendige Zeit mitzubringen, dürfte ein gutes Fertigfutter von einem bekannten Hersteller für Sie vermutlich die bessere Wahl darstellen.

Wie oft sollte ich meine Katze füttern?

Wie oft Sie Ihre Katze füttern sollten, hängt insbesondere vom Alter des Tieres ab. Für Jungtiere sind drei bis fünf Mahlzeiten täglich zu empfehlen, während für ausgewachsene Tiere zwei bis drei Mahlzeiten genügen.

Fazit

Eine artgerechte Ernährung ist für Katzen sehr wichtig. Indem Sie Ihren Vierbeiner bereits von klein auf richtig füttern, tragen Sie entscheidend zu einer gesunden Entwicklung sowie zur Vermeidung von ernährungsbedingten Krankheiten bei. Auf lange Sicht macht sich das nicht nur für Ihre Katze, sondern auch für Sie selbst bezahlt. Schließlich können Sie sich durch eine gesunde Fütterung so manchen Tierarztbesuch und die damit verbundenen Kosten sparen. Es lohnt sich also definitiv, dem Thema Katzenernährung die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken und lieber etwas mehr Geld für ein gutes Katzenfutter ohne Getreide und künstliche Zusatzstoffe auszugeben.