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Bewegungstipps für einen gesunden Bewegungsapparat bei Ihrem Hund

Hund liegt auf dem Rücken
Ein gesunder Bewegungsapparat ist für ein glückliches Hundeleben von entscheidender Bedeutung. Gelenkerkrankungen, wie zum Beispiel Arthrose, sind für Hunde ausgesprochen schmerzhaft und schränken die Lebensqualität der Vierbeiner erheblich ein. Um das zu vermeiden, ist es unter anderem wichtig, bei Ihrem Vierbeiner ein adäquates Bewegungspensum zu gewährleisten. Worauf Sie dabei achten müssen, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Bewegungstipps für Hunde - das Wichtigste auf einen Blick

  • Körperliche Aktivitäten sollten dem tatsächlichen Bewegungsbedarf der jeweiligen Hunderasse entsprechen.
  • Neben der Rasse spielen insbesondere das Alter und der Gesundheitszustand im Hinblick auf das Bewegungsbedürfnis eine Rolle.
  • Welpen sollten unter anderem keine Treppen steigen und nicht aus dem Auto springen, um Schäden an ihren Gelenken zu vermeiden.
  • Eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung und die Vermeidung von Übergewicht sind für einen gesunden Bewegungsapparat ebenfalls wichtig.

Wie viel Bewegung brauchen Hunde?

Es ist natürlich kein Geheimnis, dass Hunde Bewegung brauchen. Der tatsächliche Bewegungsbedarf kann jedoch von Tier zu Tier teilweise deutlich variieren. Zu den Faktoren, die in dieser Hinsicht eine Rolle spielen, zählen insbesondere:
  • Die Hunderasse
  • Der Gesundheitszustand
  • Das Alter des Tieres

Nicht jeder Hund wird als Leistungssportler geboren

Um die Gesundheit des Bewegungsapparats bei Ihrem Hund zu erhalten, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass die Bedürfnisse des Vierbeiners je nach Rasse recht deutlich variieren können. Es macht in dieser Hinsicht natürlich einen großen Unterschied, ob es sich bei Ihrem Vierbeiner um einen bewegungsfreudigen und ausdauernden Malinois oder um eine gemütliche Englische Bulldogge handelt. Bei Rassen mit geringem Bewegungsdrang, zu denen beispielsweise Yorkshire Terrier und Englische sowie Französische Bulldoggen zählen, reicht eine gute Stunde Bewegung pro Tag, die auf mehrere Spaziergänge aufgeteilt wird, meist vollkommen aus. Bei mäßig aktiven Hunderassen, wie zum Beispiel dem Cocker Spaniel, dürfen es insgesamt auch gerne zwei oder drei Stunden Bewegung pro Tag sein. Neben längeren Spaziergängen, bei denen die Vierbeiner herumtoben können, stellt hier auch gezieltes Training in Form von Hundesport durchaus eine gute Idee dar. Besonders aktive Rassen wie Belgische Schäferhunde, Border Collies oder auch klassische Schlittenhunde brauchen sehr viel Bewegung, um ausgelastet zu sein. Sie haben kein Problem damit, jeden Tag fünf Stunden und mehr körperlich aktiv zu sein. Ausgedehnte Spaziergänge reichen für die leistungsstarken Tiere in aller Regel nicht aus. Hundesport gehört bei ihnen daher fast schon zum Pflichtprogramm.

Kranke Hunde müssen geschont werden

Ist ein Hund krank, hat das natürlich zwangsläufig auch Auswirkungen auf seinen Bewegungsbedarf. Insbesondere wenn Ihr Vierbeiner bereits an Gelenkproblemen leidet, ist es sehr wichtig, dass Sie ihn nicht überfordern, um die Gelenke nicht noch weiter zu schädigen. Gleichzeitig sollten Sie allerdings auch bei vorhandenen Gelenkkrankheiten in aller Regel nicht komplett darauf verzichten, Ihren Hund in einem angemessenen Maß zu bewegen. Sprechen Sie im Zweifel am besten mit dem Tierarzt darüber, wie viel Bewegung Ihr Vierbeiner braucht und worauf Sie aufgrund seiner Gelenkprobleme lieber verzichten sollten.

Im Alter lässt der Bewegungsbedarf nach

Ähnlich wie bei Menschen nimmt der Bewegungsdrang auch bei Hunden im Alter ab. Der Körper der Vierbeiner wird langsam gebrechlicher und die Ausdauer lässt nach. Selbstverständlich müssen Sie diesen Umstand bei den Aktivitäten mit Ihrem Hund berücksichtigen. Halten Sie Ihre Spaziergänge etwas kürzer, planen Sie Pausen ein und achten Sie darauf, wie sich Ihr Hund beim Gassigehen verhält. Wenn sich der Vierbeiner offensichtlich schwer tut und Ihnen nur widerwillig folgt, ist das ein deutliches Anzeichen, dass ihm die Bewegung zu viel wird.

Was ist mit jungen Hunde im Wachstum?

Die Gelenke von Jungtieren sind noch nicht richtig entwickelt und damit auch noch nicht so belastbar wie bei ausgewachsenen Hunden. Aus diesem Grund ist es bei ihnen sehr wichtig, Überlastungen des Bewegungsapparats zu vermeiden. Welpen sollten nach Möglichkeit keine Treppen steigen und auch nicht dauernd aus dem Kofferraum springen. Das mag sich zwar übervorsichtig anhören. Es kann jedoch entscheidend dazu beitragen, die Gesundheit der Gelenke von klein auf zu gewährleisten und unnötige Probleme bis hin zu Fehlbildungen zu verhindern.

Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung für gesunde Gelenke

Neben einem adäquaten Bewegungspensum, bei dem Überlastungen des Bewegungsapparats vermieden werden, spielt nicht zuletzt auch eine bedarfsgerechte Ernährung für die Gelenkgesundheit bei Hunden eine entscheidende Rolle. Da Übergewicht eine erhebliche Belastung für die Gelenke darstellt, müssen Sie in diesem Zusammenhang insbesondere darauf achten, dass Ihr Vierbeiner nicht zu dick wird. Gerade bei Jungtieren großer Hunderassen ist es zudem sehr wichtig, dass eine Überversorgung und damit ein zu schnelles Wachstum vermieden wird. Andernfalls kann der Bewegungsapparat nicht mit der Wachstumsgeschwindigkeit des übrigen Körpers mithalten, was im schlimmsten Fall dauerhafte Schäden zur Folge hat. Davon abgesehen kann es zur Förderung der Gelenkgesundheit vor allem bei körperlich aktiven Hunden und Vierbeinern, die aufgrund ihrer Rasse vermehrt zu Erkrankungen des Bewegungsapparats neigen, sinnvoll sein, auf spezielle Ergänzungsfuttermittel mit Nährstoffen wie Kollagen und Glucosamin zu setzen.